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KfW 40 Plus: der erweiterte Effizienzhaus-Standard

Der Standard KfW 40 Plus – oft ohne Leerzeichen als „KfW40 Plus“ geschrieben – erweitert das Effizienzhaus 40 um zusätzliche technische Vorgaben, vor allem bei der eigenen Stromerzeugung und -speicherung. Ziel ist ein noch höherer Grad an Selbstversorgung. Diese Übersicht erklärt, was KfW 40 Plus konkret verlangt, welche Vorteile im Alltag entstehen und wie sich der Standard vom klassischen Effizienzhaus 40 unterscheidet.

Solaranlage mit Batteriespeicher an einem Musterhaus im KfW 40 Plus Standard

Was KfW 40 Plus zusätzlich verlangt

Über den KfW 40 Standard hinaus rücken beim KfW 40 Plus die Erzeugung und Speicherung von Energie in den Vordergrund. Kennzeichnend ist ein definiertes Paket aus mehreren Bausteinen:

  • Erzeugung erneuerbaren Stroms, meist über Photovoltaik
  • Stationärer Stromspeicher (Batteriespeicher)
  • Lüftung mit Wärmerückgewinnung
  • Visualisierung von Erzeugung und Verbrauch

Die einzelnen Komponenten im Detail

Herzstück eines KfW 40 Plus Hauses ist die Kombination aus Photovoltaikanlage und Batteriespeicher. Tagsüber erzeugter Solarstrom wird zwischengespeichert und steht abends oder nachts bereit. So lässt sich ein erheblicher Teil des Strombedarfs selbst decken.

Die Visualisierung von Erzeugung und Verbrauch macht den Energiefluss im Haus sichtbar. Bewohner erkennen auf einen Blick, wann sich der Betrieb von Geräten lohnt, und können ihren Eigenverbrauch gezielt steigern.

Vorteile im Alltag

Durch eigenen Solarstrom und Speicher steigt der Eigenverbrauch, die Abhängigkeit von Strompreisen sinkt und der Komfort nimmt zu. Gerade bei langfristig steigenden Energiepreisen kann sich die höhere Selbstversorgung positiv auf die laufenden Kosten auswirken.

Hinzu kommt mehr Eigenständigkeit: Wer einen großen Teil des Stroms selbst erzeugt, ist weniger von Marktpreisen abhängig. Ob sich der Mehreinsatz rechnet, hängt allerdings von Verbrauch, Dachausrichtung und den aktuellen Rahmenbedingungen ab.

Abgrenzung zum Effizienzhaus 40

Während sich das Effizienzhaus 40 auf den Energiebedarf des Gebäudes konzentriert, legt KfW 40 Plus zusätzlichen Fokus auf die eigene Energieerzeugung und -speicherung. KfW 40 Plus baut also auf dem KfW 40 Standard auf und geht einen Schritt weiter.

Beachten Sie, dass sich die genauen Bezeichnungen und Förderbedingungen im Lauf der Zeit ändern können. Prüfen Sie aktuelle Programme und Vorgaben darum stets bei den amtlichen Stellen.

KfW 40 Plus: die zusätzlichen Anforderungen

Der Standard KfW 40 Plus baut auf dem Effizienzhaus 40 auf und ergänzt es um Bausteine zur eigenen Energieversorgung. Kennzeichnend ist das sogenannte Plus-Paket: eine Anlage zur Erzeugung von Strom aus erneuerbaren Quellen – meist eine Photovoltaikanlage – kombiniert mit einem stationären Batteriespeicher.

Hinzu kommen häufig eine kontrollierte Wohnraumlüftung mit Wärmerückgewinnung sowie eine Visualisierung des Energieverbrauchs, die den Bewohnern den eigenen Strom- und Wärmehaushalt sichtbar macht. Erst das Zusammenwirken dieser Bausteine macht aus einem Effizienzhaus 40 ein KfW 40 Plus Haus.

KfW 40 Plus: Vorteile und Wirtschaftlichkeit

Der große Vorteil eines KfW 40 Plus Hauses liegt im hohen Grad der Selbstversorgung. Tagsüber erzeugter Solarstrom wird im Batteriespeicher zwischengespeichert und steht auch abends bereit. So sinkt der Bezug aus dem öffentlichen Netz, und die Bewohner werden unabhängiger von steigenden Strompreisen.

Den höheren Anschaffungskosten für Photovoltaik und Speicher stehen niedrigere laufende Energiekosten und ein hoher Eigenverbrauch gegenüber. Ob sich der Mehreinsatz im Einzelfall rechnet, hängt von Stromverbrauch, Anlagengröße und Nutzungsverhalten ab. Eine individuelle Rechnung schafft hier Klarheit.

KfW 40 Plus oder KfW 40: den Unterschied verstehen

Der Unterschied zwischen KfW 40 und KfW 40 Plus liegt nicht im grundlegenden Effizienzniveau der Hülle, sondern in der zusätzlichen Ausstattung zur Energieerzeugung und -speicherung. Beide erreichen den niedrigen Bedarf eines Effizienzhaus 40, doch das Plus-Haus erzeugt und speichert zusätzlich einen Teil seiner Energie selbst.

Für Bauherren bedeutet das eine Abwägung: Das Plus-Paket aus Photovoltaik und Batteriespeicher erhöht die Anschaffung, steigert aber die Unabhängigkeit von Energieversorgern und senkt die laufenden Kosten. Ob sich der Mehreinsatz lohnt, hängt vom individuellen Stromverbrauch und der gewünschten Eigenversorgung ab.

Wer langfristig plant und Wert auf hohen Eigenverbrauch legt, findet im KfW 40 Plus Haus eine konsequente Weiterentwicklung des Effizienzhaus-40-Gedankens hin zu mehr Energieautarkie.

Oft gestellte Fragen

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